Montag, 30. Juni 2008

Morgen ...

... ist es ein halbes Jahr.


Wem gehört die Welt?

Samstag, 21. Juni 2008

heard the world

I heard the world up, late night
Holding my breath tight
Trying to keep my head on right
There's a chill in the air
Nobody could care
How you're caught up, in the fight of your life

[O.A.R. – Heard the World]

~

Manchmal rede ich, obwohl ich nicht weiß, was ich eigentlich sagen will. Und manchmal sage ich Dinge, die nicht im Entferntesten das sind, was ich ursprünglich ausdrücken wollte.
Ich lache, wenn ich bei irgendwelchen Leuten zu Besuch bin und mir dann anhören muss, wie leid es ihnen tut, weil doch alles so schrecklich unordentlich und unaufgeräumt ist. Vom wahren Chaos haben diese Menschen keine Ahnung.
Manchmal begegne ich alten Bekanntschaften auf der Straße wieder; Personen, die ich seit Jahren weder gesehen, noch etwas von ihnen gehört habe.

Manchmal wäre ich gerne ein wenig mehr wie Du.

Es war in der letzten oder vorletzten Woche, an einem Tag, der nicht Montag, Freitag, Samstag oder Sonntag war. Vielleicht war es ja einer dieser verdammten Dienstage. Ich wollte noch schnell ein paar Sachen besorgen; Milch und Quark und Kartoffeln, und lief zum Supermarkt. Als ich dann etwas später mit meiner Tüte in der Hand aus dem Geschäft kam, hatte die Dämmerung bereits eingesetzt. Draußen stehen zu dieser Jahreszeit immer eine Menge Tische mit drei bis vier Stühlen drum herum, mit Coca-Cola- oder Krombacher-Sonnenschirmen. Der Asiate hat ohnehin länger geöffnet als der Supermarkt, und so sitzen bis dreiundzwanzig Uhr oder später noch Menschen vor dem Center. Lachend, trinkend, essend. Was auch immer.

Ich ging gerade durch diese automatische Glastür am Haupteingang, völlig mit mir selbst beschäftigt, als mich eine Mädchenstimme rief. Ich schaute auf und dann sah ich sie allein an einem der Tische sitzen: Maria, die kleine Italienerin, die mich damals, kurz nach meiner Zeit bei der Bundeswehr auf den Mund geküsst hat und heute, fast zwei ganze Jahre später, immer noch zu jung ist, um meine Freundin sein zu können.
Ich zwinkerte ihr kurz zu und wandte mich wieder ab, in der Annahme, sie würde vielleicht auf jemanden warten, oder ihre Begleitung wäre nur kurz auf der Toilette verschwunden. Doch dann rief sie ein zweites Mal nach mir und winkte mich zu sich heran.
Ich nahm Platz am Tisch und stellte die Tüte mit dem Einkauf zu meinen Füßen. Sie begrüßte mich mit einem breiten Grinsen und fing sofort an zu erzählen. Typisch italienisch, dachte ich und grinste zurück. In den ersten zehn Minuten überhäufte sie mich beinahe mit Fragen und erklärte mir, was seit unserer letzten Begegnung gut und weniger gut gelaufen sei, unter anderem, dass sie seit dieser Zeit keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hätte und sich mit verschiedenen Jobs als Barmädchen und Friseurin über Wasser halten würde.

»Und, rauchst Du noch immer?«, fragte ich sie dann. »Viel weniger als früher«, gab sie mit einem traurigen Lächeln zurück. »Ich weiß, dass Du es nicht magst. Aber so klingt es besser, als würde ich mit Ja antworten.«
Sie trug ein knallgelbes Top und sehr knappe Hotpants aus Jeansstoff. Mit ihrem Finger und einem Nicken deutete sie auf ein paar Narben und blaue Flecken auf ihren langen schlanken Beinen. »Weißt Du, mein Freund war nicht gerade sehr nett zu mir«, sagte sie dann, »aber das ist jetzt vorbei. Also diese Sache mit ihm.«
Gerade wollte ich erzählen, wie leid mir das doch tun würde und fragen, ob sie vielleicht Hilfe bräuchte, als sie sich kurz erhob und einmal im Kreis drehte. »Ich habe einen tollen Po bekommen«, sagte sie dann fast lachend - keine Spur mehr von Trauer oder Zerrissenheit in ihrer Stimme.

Sie ist ein einziger Zwiespalt, dachte ich und konnte für einen kurzen Moment nicht den Blick von ihren dunklen Augen lassen. Bisher habe ich nur schlechte Erfahrungen mit braunäugigen Mädchen gemacht und seit mir diese Tatsache bewusst geworden ist, achte ich viel mehr auf solche Dinge als vorher.
Ich dachte darüber nach, welches Schicksal sie ereilt und wie sehr sie sich in diesen zwei Jahren entwickelt hat; wie erwachsen sie doch geworden ist, obwohl sie noch in diesem jungen Körper steckt – und ob mir das nicht vielleicht auch auf irgendeine verquere Art und Weise gelungen ist. Letztendlich kam ich jedoch zu dem Schluss, dass die kleine Maria einfach keine andere Wahl hatte, als erwachsen zu werden, denn wenn man in diesem Alter schon so viel Scheiße am Hals hat, bleibt einem wohl auch nichts anderes übrig.

Dann klingelte mein Handy; ein Anruf von meinem blonden Mädchen, das mich fragte, ob ich denn noch zu ihr kommen würde. Nach dem kurzen Telephongespräch schaute mich die kleine Italienerin erwartungsvoll an. »Sei mir bitte nicht böse, aber ich muss jetzt los«, sagte ich zu ihr.
»Ach, das ist schon in Ordnung«, antwortete sie, »vielleicht sehen wir uns ja bald mal wieder.«
- »Ja, vielleicht«, sagte ich und nahm die Tüte mit dem Einkauf. Vielleicht. Sie schaute mir noch kurz hinterher und zündete sich dann eine Zigarette an.

Manchmal wäre ich gern ein wenig mehr wie Ich.

Sonntag, 1. Juni 2008

In der Falle

[...]
Ich schreibe zu viel über die Liebe, über
Dich, weil ich so wenig vom richtigen Leben verstehe [...]
Mai 2008

~

[...]
ich wollte küssen, - und zwar so, dass die Welt stehen bleibt [...]

Aus: Der manische Versuch Mensch zu sein, Interlude: hail of [mind] bullets, Pt.2

~

[...] I dare you to move
I dare you to move
Like today never happened
Today never happened before

Welcome to the fallout
Welcome to resistence
The tension is here
The tension is here
Between who you are and you could be
Between how it is and how it should be (yeah) [...]

Switchfoot – I Dare You to Move

~

Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen. Zu schreiben. Zum einen, weil ich mir total albern dabei vorkomme, zu kindisch irgendwie – obwohl ich das doch sein darf. Und zum anderen, weil ich das Gefühl habe, es würde nichts ändern.

Der Song von Switchfoot läuft in Dauerschleife. Man sollte die Lieder, die man so gerne hört, nicht in Dauerschleife laufen lassen. Denn mit dem Überfluss kommt die Gewöhnung, und mit der Gewöhnung kommt die Langeweile. Ein Tag kann vollkommen ausreichen, um sich an einem Song für ein ganzes Jahr lang zu überhören. Auch wenn das jetzt, in diesem Augenblick, schwer vorstellbar scheint. I dare you to move ... I dare you to move ...

Vollkommen egal, was ich tue. Denke. Sage. Im Grunde dreht sich doch letztendlich alles wieder um diese Gefühlskiste. Die Sache mit der Liebe, vor der man sich doch besser in Acht nehmen sollte. Vor der man sich nicht in Acht nehmen kann, da es einfach passiert. Und niemand danach fragt.

Ganz am Anfang (das muss etwa im November gewesen sein) habe ich mir eine Menge Dinge vorgenommen, bezüglich aller künftigen Beziehungen zu Frauen – wenn es denn welche geben sollte. Es war eigentlich mehr eine Idee als ein Plan, aber trotzdem hat es dieses Mädchen geschafft, alles über den Haufen zu werfen. Oder das Meiste zumindest ...
(Schmollmund + blonde Haaren = gefährliche Kombination)

Ich erinnere mich noch genau, wie ich vor dem Spiegel stand; den Rasierschaum im ganzen Gesicht verteilt, weil ich doch von Trockenrasuren Hautausschlag bekomme, mir in die Augen schaute und dabei schwor, dieses Mädchen niemals Schatz zu nennen, da es irgendwie bescheuert klingt und so unglaublich stereotyp, und weil es einfach nicht dazu passt. Zu ihr. Wenigstens das konnte ich mir bis heute bewahren. Applaus. Und dann war da noch das Thema mit der Eifersucht.
Erst kürzlich habe ich in einer Ausgabe der Neon einen dreiseitigen Artikel darüber gelesen, dabei immer wieder mit dem Kopf genickt, weil es so plausibel klang, die vielen Erklärungen über besitzergreifendes Verhalten in Partnerschaften, Rivalität unter Männern und Vertrauen.
Ich habe keine Ahnung, ob es so etwas wie rückwirkende Eifersucht gibt; der Neid auf die Zeit, die der Ex-Freund der eigenen Partnerin mit ihr zusammen verbracht hat, aber manchmal fühle ich so. Manchmal wäre ich gerne da gewesen ... früher eben. Aber das sind alles Dinge, die sich nicht mehr ändern lassen, denn sie sind einfach geschehen. Und wieder ohne zu fragen.

Da stehe ich nun an einem Punkt mit dem ständigen Gefühl im Hinterkopf, es besser machen zu müssen, erfolgreicher zu sein als Steve, der Thailänder mit dem Teddybärgesicht. Vermutlich rührt das von der Tatsache, dass er in ihrem Haus noch ein- und ausgeht, als wäre er dort Zuhause. Er hat zwar keinen Schlüssel mehr, wie ich herausgefunden habe, aber das hindert ihn nicht daran, ihre Eltern zu besuchen oder einfach vorbei zu kommen, um an ihrem Computer etwas auszudrucken. Ich habe ja wirklich nichts dagegen, dass sich die zwei nach ihrer fast vierundzwanzigmonatigen Beziehung noch so gut verstehen, so kumpelhaft miteinander umgehen können, ja, ich bestaune und beneide es sogar, aber irgendwie macht es mich auch wahnsinnig. Diese scheinheiligen Vorwände, diese Besuche in dem Haus, in dem ich mich doch so wohl fühle. Deswegen stehe ich an einem Donnerstagnachmittag vor seiner eigenen Haustür, drücke mit dem Kopf in Schräglage auf die Klingel und warte, bis der Teddy öffnet. Ich denke kurz, dass ich ihn nicht einmal schlagen könnte, egal was passiert, denn dann würde mich vermutlich ihre ganze Familie hassen. Aber so viel zum rivalisierenden Verhalten und den steinzeitlichen Methoden, von denen ich eigentlich kein Fan bin. Und er hat mir ja auch nichts getan. Und dann öffnet er die Tür.

Mit einem Grinsen bittet er mich hinein, reicht mir die Hand, und ich frage ihn, ob wir denn kurz reden könnten. Auf dem Balkon versuche ich dann so ernst wie möglich zu bleiben, denke an den Prinz und an Real Talk, und auch kurz daran, dass ich mich wohl gerade ziemlich zum Narren mache. Ich sage ihm wie ich mich fühle, wie unglaublich schwer es für mich ist, in seinem Schatten zu leben, woraufhin er mir von Anrufen erzählt, Anrufe ihrer Eltern, den Stimmen am anderen Ende vom Telephon, die einfach nur wissen wollen, wie es ihm geht und wann er denn wieder mal zum Quatschen vorbei kommen würde. Und dann sagt er so etwas wie Ich glaube, ich bin mehr als nur der Ex-Freund; vielleicht so eine Art Teil der Familie, und ich erkläre ihm, dass es die ganze Sache für mich nicht gerade einfacher machen würde. Im Großen und Ganzen kotze ich mich bei ihm aus, wehleidig, vielleicht zornig oder irgendwo dazwischen. Er hört zu, zieht an seiner Zigarette und sagt dann doch noch ein paar Dinge, die mir einen leichten Anstoß geben, das alles nicht so verbissen zu sehen.
Wir verabschieden uns mit einem Handschlag, wobei ich versuche ein freundliches Gesicht zu machen, und dann steige ich in mein Auto, frage mich, nach welchen Antworten ich denn eigentlich bei ihm gesucht habe, und fühle mich kein Stück besser dabei.

Um es auf den Punkt zu bringen: Ich fühle mich miserabel.
Und habe nicht die leiseste Ahnung, was ich denn dagegen tun kann.

Dienstag, 27. Mai 2008

Resignation?

[...] »Ich weiß, wer Du bist.«
- »Du hast mich eben erst kennen gelernt.«
»Ich weiß, dass Du falsch und hinterhältig bist, dass Du dich durch die gesamte weibliche Studentenschaft geschlafen hast und durch die halbe Fakultät, dass Du einem das Herz brichst und dich dann an die Schwester ran machst.«
- »Du bist wohl ein bisschen verwirrt. Verständlich – das ist ein weit verbreitetes Phänomen bei Blondinen. Die Wahrheit ist ... ich bin nichts dergleichen.«
»Ach nein? Wer bist Du dann?«
- »Ich bin der, der Dir deine Seele zerreißen wird.« [...]

Aus: Dawson’s Creek, Episode 95

~

Auf diese Unterhaltung folgt eine heftige Kuss-Szene, viele Detailaufnahmen der Darsteller (ein Film im Film); wie sie sich wild und leidenschaftlich auf das Bett werfen, eng umschlungen, und schließlich zu einer einzigen Masse verschmelzen, während im Hintergrund ein Song läuft, der in meiner Erinnerung etwa so klingt wie Digital Bath von den Deftones – ganz so, wie ich es mir immer bei dem Prinz und seinem eigenen (blonden!) Dämon vorgestellt habe, aber in Wirklichkeit scheint so etwas nicht zu funktionieren.
Ich weiß nicht, ob es sich schon unter schief gelaufen verbuchen lässt, da sich Dinge grundsätzlich anders entwickeln als in unseren Hoffnungen und Phantasien, aber eins ist klar: Die Abgründe der menschlichen Seele scheinen noch viel tiefer zu reichen, als ich jemals gedacht hätte.

Zunächst sollte ich vielleicht noch anmerken, dass ich den Ausschnitt aus Dawson’s Creek gerne noch einmal anschauen würde, sich die verdammten DVDs aber im Besitz meiner teuflischen Ex-Freundin befinden, die sich dazu entschlossen hat, jeglichen Kontakt mit mir zu beenden und mir noch ein schönes Leben zu wünschen. (Irgendwie kommt mir das bekannt vor.)

Der Prinz sagte mir einmal, die meisten Frauen würden so eine Trennung nur schwer ohne eine große Portion Hass verkraften, und wie sich heraus gestellt hat, behält er auch dieses Mal recht.
Ich habe nie erwähnt, wann und auf welche Art und Weise ich ihn kennen gelernt habe – das wissen nur die Wenigsten -, aber seit dieser Geschichte in unser beider Leben, die sich irgendwie mit einer ganzen Menge anderer Geschichten verstrickt hat, verallgemeinern wir solche Dinge gerne, obwohl keiner von uns beiden dieser oberflächliche Mensch ist, der er vorgibt zu sein. Dann ist nicht mehr die Rede von einigen oder den meisten Frauen, sondern schlichtweg nur noch von Frauen.
Im Grunde tun wir das zur Provokation, also um hitzige Diskussionen anfangen und dann solche Sachen wie Das habe ich so erlebt oder Ich spreche aus Erfahrung sagen zu können ...

»Das ist Real Talk«, meint der Prinz. »Eben Klartext reden. Warum gibt es keine Mädchen, die einfach mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen, was sie denken?«
Ich überlege kurz und antworte dann »Weil es viel zu einfach wäre – wo bleibt denn da das Drama?!«
Dann funkelt mich der Prinz aus seinen eisblauen Augen an und erhebt die Stimme noch ein wenig lauter als zuvor: »So kommt alles zum Ende, zu einem einzigen Punkt; einem Déjà-vu der aller ersten Güte und einer Bestätigung aller Komplexe und Ängste. Es ist eine traurige Resignation mit dem Ergebnis, dass man wie immer richtig lag! Und endlich kann ich wieder aus tiefster Überzeugung behaupten: Ich hasse Menschen! Es gibt nur scheinheilige Oberflächlichkeit und Stumpfsinnigkeit, kein Gefühl für Tiefe. Nur Kälte und Heuchelei.«
- »Das nennt man wohl Euphorie, wenn ich mich nicht täusche«, sage ich.
»Schon klar. Aber genauso weißt Du auch, wie schnell ein Mann seinen Verstand wegen einer Frau verlieren kann«, meint der Prinz mit dem gebrochenen Herzen.
- »Ja«, sage ich. Ja. Und denke: Es ist doch schon längst zu spät.

Ich habe eine Geschichte zu erzählen.

Sonntag, 25. Mai 2008

Roter Faden

Ich möchte Folgendes festhalten:

[...] Let me explain to you the nature of the universe. There's only one instant, and it's right now, and it's eternity. And it's an instant in which God is posing a question, and that question is basically, »Do you want to be one with eternity? Do you want to be in heaven?«
And we're all saying, »No thank you. Not just yet.«
And so time actually is just this constant saying No to God's invitation. That's what time is, and it's no more 50 A.D. than it's 2001. There's just this one instant, and that's what we're always in. This is the narrative of everyone's life. That behind the phenomenal differences, there is but one story, and that's the story of moving from No to Yes. All of life is like »No thank you, no thank you, no thank you«, then ultimately it's »Yes, I give in, yes, I accept, yes, I embrace.«
That's the journey.
Everyone gets to Yes in the end, right? [...]

Aus: Richard Linklater's Waking Life

Montag, 19. Mai 2008

devil's plaything

Madame Chaos.


~

Wer kann schon den Wind fangen?

Samstag, 3. Mai 2008

Dinge, die mich bewegen

[...] Jetzt, wo Sie die neue Gangart draufhaben, sind Sie gerüstet für unseren kleinen Ausflug in eine miese Gegend: Ihre eigene Seele. Ein Meisterarsch wird nur, wer innen genauso hässlich ist wie außen. Momentan leiden Sie noch an einer Behinderung, die Sie lähmt: Ihnen ist wichtig, was andere Leute denken. [...]
Aus: Asshole, von Martin Kihn

[...] Das liegt wohl daran, dass ich ein Scheidungskind bin. Alle Scheidungskinder, die ich kenne, haben eher lange Beziehungen, wohingegen die Leute, deren Eltern noch glücklich zusammenleben, groteskerweise alles Fälle sind für den … - ach, egal. [...]
Aus: Einem Interview mit Matthias Schweighöfer, Matador 5/2008

~

Kommunikation – das heißt Bewegung. Zumindest auf irgendeine sehr spezielle Art und Weise, in unseren Köpfen. Wenn niemand redet, wenn keiner ans Telephon geht, dann steht diese Geschichte [dieses verdammte Leben] einfach still; weil sich aus Stille nichts entwickeln kann. Weil alles wie eingefroren ist. Nur die Querschlägergedanken rasen weiter – auf und ab und auf und ab und ... das endet vermutlich erst mit dem Tod.

Die Menschen, die mich gut kennen, sagen mir solche Dinge wie »Hör doch endlich auf, Dich selbst so sehr zu stressen!« oder »Warum machst Du immer alles komplizierter, als es ist?«, aber so bin ich nun einmal. Ich bin dieses Scheidungskind, was mich eigentlich nicht weiter stört, da ich niemandem einen Vorwurf machen kann, ohne an die Katastrophen zu denken, die geschehen wären, hätte das Schicksal eine anderen Weg eingeschlagen. Es ist okay, wirklich, aber vielleicht liegt es genau daran; meine Angst, verlassen zu werden. Die Angst vor dem Alleinsein. Dieses Löwenherz.
[Nein, das habe ich geerbt.]

Ich schreibe zu viel über die Liebe, über Dich, weil ich so wenig vom richtigen Leben verstehe, und die ganzen Komplexe und Probleme, die ich mit mir selber habe, kratzen an meinem Selbstbewusstsein, obwohl ich nach außen hin ziemlich arrogant wirke. Aber das ist alles nur Fassade. Ich bin ein unsicherer Mensch, der all diese gesellschaftlichen Zwänge und Ideale hasst, denen wir uns tagtäglich unterwerfen [ob nun bewusst oder unbewusst], und am liebsten würde ich mich für eine sehr lange Zeit im Dunkeln, unter meiner Bettdecke verkriechen.

Nur: Wird davon irgendwas besser?

Mittwoch, 16. April 2008

Feststellung:

Es sind nicht die gehauchten Worte,
der Duft in den Haaren oder ein Kuss ...
Es ist der Augenblick, in den wir uns verlieben.


~

Ich hätte diese verdammte Karte kopieren sollen.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Morgen ...
... ist es ein halbes Jahr. Wem gehört die Welt?
thousanddays - 30. Jun, 17:41
heard the world
I heard the world up, late night Holding my breath...
thousanddays - 21. Jun, 15:47
Ich habe nicht direkt...
Ich habe nicht direkt mit ihr darüber gesprochen,...
thousanddays - 21. Jun, 15:44
Ich finde es klasse,...
Ich finde es klasse, dass ihr euch bei den Schwiegereltern/Eltern...
Lady Lemon - 13. Jun, 19:30
Die Situation ist folgende:...
Die Situation ist folgende: Ich habe meine eigene Wohnung...
thousanddays - 12. Jun, 15:22

Suche

 

Status

Online seit 267 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 30. Jun, 17:41

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren